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Vereinsgeschichte des Breitscheider Sportvereins Im Frühling des Jahres 1907 – die Gemeinde Breitscheid zählte damals ca. 930 Einwohner – trafen sich einige junge Männer in der damaligen Schule, um über die Gründung eines Turnvereins zu beraten. Schon wenige Tage danach, am 22.5.1907, erfolgte dann auch die Vereinsgründung im Saal des August Schumann. Bei der Gründung des Vereins waren 31 Männer zugegen. Noch am Gründungstag wurde unter der Führung der Lehrer Heimann und Kegel beschlossen, als erstes Turngerät ein Reck anzuschaffen. Am 6.Juni 1907 wurden vom Vorstand die Vereinsstatuten vorgelegt. Daraus geht hervor, dass der Turnverein ein Glied des Bildungsvereins war. Zweck des Vereines sollte die Heranbildung geistig u d leiblich rüstiger Männer sein. Auch Geselligkeit, deutsches Volksbewusstsein und vaterländische Gesinnung sollten gepflegt werden. Die Beiträge betrugen für Turner über 17 Jahre 20 Pfennige, Jünglinge zahlten 10 Pfennige. Die vorgelegte Turnordnung wurde alsbald von 36 Turnern unterzeichnet. In der ersten Versammlung wurden 48,50 Mark für die Anschaffung des Recks gesammelt. Ebenso wurde beschlossen, die Turnschuhe gemeinsam anzuschaffen. Für eine gemeinsame Anschaffung der Turnhosen reichte das Geld bei vielen nicht aus und so wurde diese Investition auf später verschoben. Im Oktober des Gründungsjahres wurde ein Barren für 72 Mark erworben und schon machte man sich Gedanken um die Durchführung der ersten Turnveranstaltung. Am 3. November 1907 war es soweit. Neben turnerischen Darbietungen spielte die Kapelle Fr. Wilhelm Klein aus Nenderoth zum Tanz auf – allerdings zu dem damals stolzen Preis von 32.- Mark. Die erste Veranstaltung wurde ein voller Erfolg. Mit dem gemeinsamen Turnerlied „ Ein Ruf ist erklungen „ wurde die Veranstaltung eröffnet. Dem strammen Aufmarsch der Turner mit Musikbegleitung folgte das Turnen am Reck und die Bildung von Pyramiden. Aber auch Gesangsvorträge und Theaterstücke standen auf dem Programm. Nach dem Tanzen verließen die Teilnehmer gemeinsam um 2.00 Uhr morgens zur Polizeistunde das Lokal. Zu Beginn des Jahres 1908 wurde der Grundstock für einen Turnerspielmannszug gelegt. Zunächst konnten aus Kostengründen nur die Flöten angeschafft werden. Den Flöten folgten im Mai des Jahres 1908 die Trommeln. Am 2. Weihnachtsfeiertag des gleichen Jahres fand die zweite turnerische Veranstaltung statt. Diesmal wurden insbesondere Barrenübungen gezeigt aber auch die Theaterstücke und Pyramiden fehlten nicht. Streichmusiker spielten zum Tanz auf. Ein besonderes Ereignis dieser Zeit war stets die Kaisergeburtstagsfeier. Hierzu wurden aus der Vereinskasse meist 50 Liter Bier gestiftet. In der Versammlung am 1. Mai 1909, bei der 25 Mitglieder anwesend waren, wurde der Vorstand beauftragt, nach einem geeigneten Turnplatz im Freien Ausschau zu halten. Weiterhin sollten künftig auch Fuß- und Schleuderballspiele ausgetragen werden. Als Platz zum Turnen im Freien wurde ein Terrain auf den Haldenflächen der Kohlengrube „Zuversicht“ gefunden – heute befindet sich hier die katholische Kirche. Auf diesem Platz wurde Sonntags ab 13.00 Uhr geturnt. Im übrigen wurde Donnerstag abends im Vereinslokal trainiert. Am 25. und 26. Juli 1909 wurde zum erstenmal am Turnfest des Lahn-Dill-Gaues in Dillenburg mit 25 Turner teilgenommen. Im September sollte das erste Preisturnen verbunden mit einer Festlichkeit auf dem neuen Turnplatz stattfinden. Aber die Ortspolizeibehörde verweigerte die Zustimmung zum öffentlichen Vergnügen, wie man damals zu sagen pflegte. Aber ein vereinsinternes Vergnügen durfte stattfinden. Folgende Übungen wurden in Form eines Sechskampfes ausgetragen: Übungen am Reck und Barren, Steinstoßen, Freihoch- und Freiweitspringen sowie Wettlauf über 100 m. Im Jahr 1910 hatte der Verein 48 Mitglieder. Durchschnittlich 24 Turner besuchten die Turnstunden. Auf dem Gaufest in Herborn errang der Breitscheider Turnverein den 1. Vereinspreis. Eine Krise erschütterte den Verein im Jahr 1912 als der langjährige 2. Vorsitzende, Lehrer Kegel, aus dem Volksbildungsverein und ebenso aus dem Turnverein ausgeschlossen wurde. Hauptgrund war, dass er ein dem Volksbildungsverein gehöriges Harmonium unter Verschluss hielt und es nicht für Übungszwecke herausgab. Landrat und Regierungspräsident mussten eingeschaltet werden. Schließlich begab sich der damalige Landrat von Zitzewitz eigens zur Klärung dieses Falles nach Breitscheid und forderte den Lehrer Kegel auf, das Harmonium dem Verein zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 1913 nahm erstmals eine Faustballmannschaft an dem Bezirkturnfest in Merkenbach teil. Nach der Rekrutenabschiedsfeier am 18. Oktober 1913, die mit Konzert und Tanz gefeiert wurde, ruhte der Sportbetrieb bis Mitte 1919. Währende des 1. Weltkrieges fanden keinerlei Aktivitäten des Vereins statt. Im Jahr 1920 wurde Lehrer Gunkel in den Verein aufgenommen, mit dem das Fußballspiel in Breitscheid seine ersten Anfänge nahm. Ihm wurde das Amt als Turnwart für die Zöglinge übertragen. In der Zeit von September 1920 bis Mai 1924 konnten keine Eintragungen in die Vereinschronik vorgenommen werden, weil der seit Vereinsgründung fungierende Schriftführer, Hans Karl, das Protokollbuch verlegt hatte. Im Sommer des Jahres 1924 sind die Kassen leer. Für die Anschaffung eines Lederfußballes müssen freiwillige Gaben gesammelt werden. Auf der Generalversammlung am 31. Januar 1925 wird zudem bemängelt, dass die Turnabteilung im abgelaufenen Jahr sehr zu wünschen übrig gelassen habe. Ab Mai 1927 wurde unter Leitung von Lehrer Gunkel zweimal wöchentlich Faustball auf dem Turnplatz gespielt. Breitscheid verfügte damals über vier Senioren- und zwei Jugendmannschaften. Größter Erfolg war der Gewinn einer Gaumeisterschaft. Der eigentliche Turnbetrieb ruhte zu dieser Zeit völlig. Aber noch einmal zurück zum Fußball. In 1921 formierte sich Breitscheids erste Fußballmannschaft zunächst als eine Unterabteilung des Turnvereins. Aber die „Ehe“ Turner- Fußballer währte nicht lange. Zu groß waren die Interessengegensätze zwischen den Turner und den Fußballern. Nach der Trennung schloss sich der Fußballverein dem Westdeutschen Fußballverband an. In schwarz-weißen Vereinsfarben wurde auf der Hub gespielt. Lehrer Gunkel führte das Training mit harter Hand. Um ihn gruppierten sich folgende Mitspieler: Erich Schuhmann, Willi Hinstock, Ernst Fleischhauer, Ernst Petry, Ewald Klaas, Otto Göbel, Emil Thielmann und einige Herborner Gastspieler. Während dieser Zeit hatte man nicht nur Mühe mit dem Gegner, sondern auch mit dem Kuhhirten, der gar zu gerne seine Kühe auf dem Spielgelände weiden ließ. Manche Gegner des Fußballs ( der damals noch nicht salonfähig war) ließen sich gar soweit treiben, das sie die Torpfosten auf der Hub absägten – und das nicht nur einmal. Ein spektakuläres Ereignis wurde von Lehrer Gunkel bei einem Spiel in Rennerod ausgelöst. Er, der 100 m in 11.5 Sekunden lief, spurtete nach vorausgegangenem eigenen Abschlag aus seinem Tor quer über den Platz bis zu dem Strafraum der Gegner und schoss das siegbringende Tor für die Breitscheider Mannschaft. Später wechselten Gunkel und Fleischhauer zum Sportverein Haiger. Um 1930 spielte die Mannschaft in folgender Aufstellung: Willi Peuser
Albert Thielmann Heinrich
Dreber Erwin Petry Ernst Nickel Robert Thielmann Ernst Lupp Erwin u. Edmund Thielmann Zu den Auswärtsspielen, egal ob in Rennerod, Arborn oder Rehe, wurde mit den Fahrrädern gefahren. Besondere Schwierigkeiten gab es einmal in Arborn, wo trotz einer vorausgegangenen sportlichen Niederlage das Bier mit Strohhalmen aus Tellern getrunken wurde. Die Heimfahrt mit den Rädern war danach entsprechend mühsam. Nach 1930 mobilisierte der erste Vorsitzende. Lehrer Thenert noch einmal die verbleibenden Turner und das Jahr 1931 endete mit Erfolgen beim Gauturnfest in Herborn und dem Bezirksturnfest in Sinn. Anfang 1932 wurde erstmals eine Turnerinnenriege aufgestellt. Auf der Versammlung am 6. Februar 1932 wies der 1. Vorsitzende auf das nunmehr 25jährige Bestehen des Vereins hin. Die Abhaltung eines Stiftungsfestes wurde aber infolge der derzeit sehr schlechten Wirtschaftslage auf „bessere Zeiten“ verschoben. Die Wirtschaftslage änderte sich damals jedoch so drastisch, dass kaum mehr die Vereinbeiträge aufgebracht werden konnten. In der Versammlung am 19.5.1933 wurden die Vereinsmitglieder Heinrich Kopp und Robert Bechtum für 25jährige, ununterbrochene Mitgliedschaft im Verein geehrt. Das Interesse am Turnbetrieb ließ in der Folgezeit so stark nach, dass der Verein zum 31.12.1936 aufgelöst wurde. Auch der Fußballspielbetrieb wurde eingestellt. Das Vereinsvermögen fiel der Gemeinde Breitscheid zu. Bis zum Kriegsende waren keine nennenswerten sportlichen Aktivitäten zu verzeichnen, abgesehen von ein paar Fußballspielen gegen die auf der Hub stationierten Wiener Luftwaffensoldaten. Aber unmittelbar nach Kriegsende fanden sich die Fußballer wieder zusammen. Die Begeisterung der Jugend war wieder vorhanden. Anstelle der schwarz-weißen Trikots wurden aus noch vorhandenen Fahnen rot-weiße Trikots geschneidert. In den neuen Farben tauchten die Breitscheider erstmals in der Spielsaison 1948/49 wieder in der Tabelle der Fußball-B-Klasse auf. In der Zeit nach dem Krieg spielte man in folgender Aufstellung: Reinhold Klaas Heinz Nickel Emil Kolb Gerhard Bott Willi Hinter Karl Lißfeld Erich Lehr Edwin Peter Artur Stascheid Franz Benner Werner Jung In den ersten Nachkriegsjahren kam es dann auch zu der bis heute unvergessenen Begegnung gegen Driedorf. Das Spiel zeichnete sich zunächst durch harte Gangart und gute Torwartleistungen aus. Im Verlauf des Spieles schoss der Linksaußen Driedorfs auf das Breitscheider Tor und der Ball wurde von Reinhold Klaas unter Kontrolle gebracht. Unmittelbar danach sprang ein weiterer Driedorfer Stürmer den Tormann so hart an, dass Klaas für kurze Zeit bewusstlos zu Boden ging. Der Ball kullerte ins Tor und der Schiedsrichter erkannte den Treffer an. Die Breitscheider Zuschauer waren über dieses Tor so aufgebracht, dass eine wüste Keilerei entbrannte. Die Driedorfer Spieler mussten eilends das Spielfeld verlassen und neben einigen anderen ging auch der Schiedsrichter k.o. Die Begegnung konnte nicht zu Ende geführt werden und Wochen später traf man sich vor den Schranken des Gerichtes wieder. Vor weiteren Ausschreitungen solch großen Stils blieb der Verein bis zum heutigen Tag glücklicherweise verschont. In 1950 fand die Neugründung des Turn- und Sportvereins statt. Der Verein umfasste die Sportarten Turnen und Fußball. Der Name des Vereins lautete: „Turn- und Sportverein Breitscheid 1907“ In der Gründungsversammlung wurde folgender Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Albert Thenert 2. Vorsitzender Günter Kolb Schriftführer Willi Enders Kassenführer Erhard Zeiler Am 13. August 1950 fand das erste Sportfest des Vereins statt. Es wurde ein Blitzturnier mit 6 Mannschaften ausgetragen. In Zwischeneinlagen zeigten die Turner ihr Können. Auf das Sportfest folgte im Dezember ein Turnvergleichskampf gegen Driedorf. Austragungsort war der Saal der Westerwälder- Thonindustrie. Vor einer Menge gegeisterter Zuschauer endete der Vergleichskampf knapp zugunsten der Driedorfer Turner und Turnerinnen. Aber wieder einmal hielt die Kombination Turnen und Fußball nicht lange. Nach nur zweijährigem Bestehen wurde der Turn- und Sportverein 1907 wieder abgemeldet. Nachdem in den folgenden beiden Jahren der Sportbetrieb nur noch von der Breitscheider Jugend aufrecht erhalten wurde, beschloss man am 14.2.1954 die Neugründung des Sportvereines. Die Gründungsversammlung fand in dem Vereinslokal Schumann statt. Es waren 32 Sportfreunde anwesend, die geschlossen in den Verein – Spiel- und Sportgemeinschaft Breitscheid, die heutige SSG eintraten. Aus den Wahlen ging folgender Vorstand hervor: 1. Vorsitzender A. Stascheid 2. Vorsitzender E. Schumann Schriftführer W. Thielmann Kassenwart A. Thenert Jugendleiter H. Klaas Gerätewart E. Arnold Spielausschuss E. Fleischhauer Die erste Aufgabe des neuen Vorstandes war die Festlegung einer neuen Spielordnung und die Durchführung der Wahl zum Spielführer. Erster Spielführer des neuen Vereins wurde Walter Lupp, dessen Stellvertreter Hans Bott. Außerdem wurde der Beitritt in den Hessischen Sportverband beschlossen. Ein Schlaglicht auf die finanzielle Situation des Vereins warf die Tatsche, dass ein neuer Ball erst durch eine Spende der Vorstandsmitglieder angeschafft werden konnte ( Anschaffungspreis DM 35,-) Um den finanziellen Grundstock zu verbessern wurde im August 1954 die Kirmes ausgerichtet. In den nächsten Jahren spielte man mit wechselndem Erfolg in der untersten Kreisklasse. Bei dieser Gelegenheit sollte man sich einige denkwürdige Ergebnissee in Erinnerung rufen: 26.9.1954 1:10 Niederlage in Tringenstein 06.3.1955 1:11 Niederlage in Bischoffen Um einmal die äußeren Umstände zu beschreiben, unter denen das Ergebnis in Bischoffen zustande kam, ein Auszug aus dem damaligen Spielbericht. Der Chronist berichtet: „ Dieses Spiel fand bei 30 cm tiefem Schnee statt. Zeitweise Schneesturm, dass man den Ball nicht mehr sah. Wir spielten zeitweise nur noch mit 5 Mann. Schiedsrichter unmöglich.“ Im Jahre 1957 dem Jubiläumsjahr, gelang der erste zweistellige Erfolg. Dieser ausgerechnet mit 11 :1 über den Nachbarn Medenbach. Die Torschützen von damals: R. Schumann(4), G.Reeh (2), H.Hornitscheck(2), A. Hackl(2) und W. Petry (1). Weitere Spitzenergebnisse waren am 9.6.1963 - 2:10 Niederlage in Tringenstein, 27.9.1964 10:0 Auswärtssieg in Bicken, Torschützen waren: D.Schumann(3), E.Thielmann (3), E.Klaas (3), H.Mückstein (1), und dann das bis dato zweistellige Ergebnis am 17.12 1967 0:10 Niederlage in Donsbach. Nachdem sich die finanzielle Situation des Vereins durch die Ausrichtung kultureller Veranstaltungen stabilisiert hatten, begann man mit dem Bau einiger Umkleidekabinen, die im August 1966 abgeschlossen wurden. 1967 wurde anlässlich des 60jährigen Jubiläums das Sportheim eingeweiht. Der damalige Mitgliederstand betrug 81 Erwachsene, 64 Jugendliche. Zum Punktspielbetrieb wurden 2 Senioren- und 2 Jugendmannschaften gemeldet. Das für 1967 geplante Turnier wurde aus Terminschwierigkeiten im Jahre 1968 nachgeholt. Turniersieger wurde der SSV Langenaubach. Im Jahre 1969 wurde wie in den Jahren 1966,1972 und 1975 das Heimatfest von der SSG Breitscheid ausgerichtet. 1971 beging die Fußballabteilung ihr 50jähriges Jubiläum mit einem Turnier. Turniersieger wurde überraschenderweise der SSV Rabenscheid gegen höherklassige Konkurrenz. Nachdem mit eher mäßigem Erfolg in der untersten Kreisklasse gespielt wurde, begannen nun die Goldenen 70er Jahre. In der Saison 71/72 wurde Merkenbach, trotz 3 Punkte Vorsprung, noch abgefangen und es kam am 1. 6. 1972 zum Entscheidungsspiel in Driedorf. Vor einer imposanten Zuschauerkulisse von 1800 zahlenden Personen, trennte man sich trotz Verlängerung 2:2 unentschieden. Zu allem Glück verschoss Merkenbach in der Verlängerung eine Elfmeter. Daraufhin kam es am 15.6.1972 zur Wiederholung, von abermals 1200 Zuschauern in Driedorf. Dieses Spiel endete nach einem frühen Tor von H. Gliß und einer großen Abwehrschlacht mit einem 1:0 Sieg. Die Namen der Meistermannschaft von damals: Quintero-Lopez, W. Reiche, B. Maul, D. Schumann, T. Bechtum, B. Stubner, D. Pfeiffer, H. Kolb, W. Zamutek, H. Gliß, H. Gail, E. Bechtum. Die Feierlichkeiten nach dem Spiel kann man nur mit dem Begriff „Breitscheider Festwoche“ umschreiben. Mehrere Spieler fanden tagelang ihr eigenes Bett nicht. Zu diesem Erfolg gesellte sich zwei Jahre später, im Jahre 1974 die Fertigstellung des neuen Hartplatzes. Zur Einweihung wurde wiederum ein Turnier ausgerichtet, bei dem der SSV-Edelweiß Medenbach als Turniersieger hervor ging. Nachdem mehrere Jahre in der A-Klasse mit mehr oder minder großen Erfolg gespielt wurde, musste man 1978 den Abstieg in die B-Klasse hinnehmen. Mit dem festen Vorsatz den sofortigen Wiederaufstieg zu erreichen, startete man in die nächste Runde. Nach zwei dramatischen Spielen gegen den Hauptkonkurrenten SV Oberscheld, die mit knappen 1:0 Siegen endeten, und einer konstanten Leistung über die gesamte Saison, wurde dieses Ziel auch postwendend erreicht. Die anschließenden Feierlichkeiten – siehe oben. Diese Feier schlug im Jahr 1980 nach dem abermaligen Abstieg in Trauer um. In der drauffolgenden Saison in der B-Klasse konnte erst nach einem Entscheidungsspiel in Roth gegen den TSSV Schönbach die Qualifikation für die neugegründete einteilige B-Klasse erreicht werden. Im Jahr 1982 Jahr feierte die SSG ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum. Es wurde eine Festschrift erstellt, ein Fußballturnier ausgetragen, sowie eine 3-tägige Feier, mit dem Festkommers als Höhepunkt, veranstaltet. Zahlreiche Grußworte aus Politik, Sport und von anderen Vereinen wurden der SSG überbracht. Verdiente Mitglieder wurden durch die Sportverbände oder durch den Verein selbst geehrt. Vorsitzender im Jubiläumsjahr war Karl-Heinz Thielmann. Bei der JHV waren 63 Mitglieder anwesend. Karl-Heinz Thielmann trat als 1. Vorsitzender zurück, Nachfolger wurde Reiner Haupt. Das Sportheim wird 1983 durch einen Anbau erweitert. Am 9.07.1983 wurden in der Breitscheider MZH folgende Mannschaften für Aufstieg, bzw. Meisterschaft geehrt und gefeiert: 1. Fußballseniorenmannschaft steigt in die A-Klasse, die 2. TT-Mannschaft von der C in die B-Klasse, die 3. TT-Mannschaft von der D in die C-Klasse auf. Auch die 1. Herrenmannschaft der Tennisspieler stieg in die A-Klasse auf. Bei der Jahreshauptversammlung 1984 wurde folgender geschäftsführender Vorstand gewählt. Vorsitzender: Reiner Haupt, 2. Vorsitzender: Karl-Heinz Thielmann, Kassierer: Werner Käppele, Schriftführer: Helmut Gail. Der Volleyballabteilung wurde ein Übungsleiter-Zuschuss für die Übungsleiterin Frau Sebesta gewährt Bei der Bestandsmeldung 1985 wurden 316 Mitglieder registriert. Das Damenturnen leitet Marlies Weyel. Bei den Tennisspielern wurde Sportlehrer Kurt Wolf als Trainer engagiert. Sportliche Erfolge hielten sich in Grenzen. Die Fußballer mussten wieder aus der A-in die B-Klasse absteigen. Leiter der Fußballabteilung: Peter Schannen. Eine Schlagzeile der heimischen Presse lautete 1986: „Bei der Jahreshauptversammlung der SSG herrscht dicke Luft“. Reiner Haupt legte den 1. Vorsitz ab, aber es konnte kein Nachfolger gefunden werden. Letztlich wurde in diesem Jahr Karl-Heinz Thielmann, der Vorgänger von Reiner Haupt, zum Vorsitzenden der SSG gewählt. Kassierer wird Dieter Schmidt. 1987 feierte die SSG ihr 80-jähriges Jubiläum mit mehreren kleinen Veranstaltungen und einer Feierstunde mit zahlreichen Ehrungen im Festzelt am Sportplatz. Folgende Vereinsmitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Franz Reich, Gerhard Bott, Franz Benner, Herbert Klaas, Peter Schannen. Beim Sozialministerium wird der Antrag auf den Bau eines neuen Sportplatzes mit Leichtathletikanlage gestellt. Die Jahreshauptversammlung 1988 brachte mit Bruno Misamer einen neuen 1. Vorsitzenden, Stellvertreter wurde Reiner Haupt, Kassierer 1 und 2 heißen Rolf Naumann und Manfred Hisge, Schriftführer ist Helmut Gail. Leiter der TT-Abteilung ist nach wie vor Eberhard Becker, die Volleyballabteilung leitet Dieter Elste, dem Damenturnen bleibt Marlies Weyel treu und Hans-Willi Kuhl vertritt den Zweigverein Tennis. Der scheidende Vorsitzende Karl-Heinz Thielmann wird von Reiner Haupt in einer Laudatio gewürdigt. Die Kassenlage der SSG ist mit +2347 DM im Jahr 1989 gut. Im Zweigverein Tennis spielen derzeit 5 Mannschaften, als Baumaßnahmen wurden ein 4. Rotascheplatz, sowie eine Beregnungsanlage fertiggestellt. Bei der Jahreshauptversammlung 1990 wurde der komplette Vorstand in 12 Minuten bestätigt. Alle Abt. Leiter ebenfalls.In der Satzung wurde der Begriff „Kassierer“ durch „Schatzmeister“ ersetzt. Der 1. Schatzmeister ist jetzt Ralf Lang, 2. Schatzmeister Rolf Naumann. Die Finanzlage der SSG Breitscheid ist im Jahr 1991 mit einem Plus von 9.000 DM sehr gut.. In der Abteilung Damenturnen ist im Bereich Kinderturnen reger Zulauf zu verzeichnen. In der TT-Abteilung wurde die 1. Mannschaft 3. im Kreispokal, hier sind 5 Senioren, 1 Schüler und 1 Jugendmannschaft aktiv. Anlässlich der JHV 1993 erhält der Vorstand den Auftrag die offerierten Planungen, für die Bauprojekte Sportheim und Sportanlage, in die Tat umzusetzen. Mit den Zuschussanträgen ist man in die vorderen Ränge der Prioritätenlisten gerückt. Zum 2. Mal wird in der Mehrzweckhalle eine Jahresabschlussfeier mit allen örtlichen Vereinen durchgeführt. Bei den Neuwahlen 1994 zur Jahreshauptversammlung wurde der komplette geschäftsführende Vorstand wiedergewählt. Die Mitgliederbeiträge werden auf monatlich DM 4,50 p/Erwachsenen erhöht. Vorsitzender des Zweigvereins Tennis ist Klaus-Peter Henning. Elke Martin wurde 1995 bei Ergänzungswahlen zur Nachfolgerin für den ausscheidenden Schatzmeister Ralf Lang gewählt. Vertreter wird Rolf Naumann, Sportheimwartin wird Margit Hessler. Nach Satzungsänderungen, die mehrheitlich beschlossen wurden, wurde der bisherige Zweigverein Tennis in die Eigenständigkeit entlassen. 1996 gibt Bruno Misamer sein Amt als 1. Vorsitzender an Rolf Naumann ab. Margit Hessler wird zur 2. Vorsitzenden gewählt und der bisherige 2. Vorsitzende Reiner Haupt wird zum Geschäftsführer gewählt. Der Ersatzneubau Sportheim ist angelaufen. Abrissarbeiten wurden getätigt und die Bodenplatte wurde erstellt. Im Bereich Damenturnen wird weiterhin Turnen für Kinder und Erwachsene angeboten. Hauptthema des Jahres 1997 ist der Sportheimneubau Bei den Vorstandswahlen 1998 gab es im geschäftsführenden Vorstand keine Änderung. Der Sportheimneubau konnte fertiggestellt werden. Die Baukosten betrugen ca. 370.000 DM, finanziert durch Zuschüsse in Höhe von ca. 160.000 DM und einige Tausend Helferstunden die einem Wert von ca. 150.000 DM entsprechen. Der Gaststättenbetrieb wird erstmals verpachtet, Pächter sind Stefan und Sabine Nill aus Schönbach. Bei den Neuwahlen der JHV im neuen Jahrtausend wurde Karl-Heinz Peter 2. Vorsitzender, Margit Hessler tritt zurück. Ansonsten blieb der geschäftsführende Vorstand erhalten. Neuer Pächter der Sportheimgaststätte wird 2001 Frank Baumann. Im Jahr 2002 waren 2 Jahreshauptversammlungen notwendig um den Vorstand komplett zu bekommen. Rolf Naumann kandidierte nicht mehr zum 1. Vorsitzenden. Eine Satzungsänderung machte es dann möglich 3 gleichberechtigte 1. Vorsitzende zu wählen: Hartmut Thielmann, Reiner Haupt und Karl-Heinz Peter wurden im Block gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch Lars Enders als Schatzmeister und Helmut Gail als Schriftführer. In der Sparte Fußball übernimmt Armin Ströhmann sowohl den Spielausschuss als auch den Jugendbereich. Die 3 Tischtennis -mannschaften spielen wegen personeller Engpässe je eine Klasse tiefer. Die Mitgliedsbeiträge wurden wegen der Euroeinführung angepasst auf: Männer 36 Euro, Frauen 24 Euro, Jugendliche 9 Euro pro Jahr. Kinder bis 14 Jahre bleiben beitragsfrei. An Veranstaltungen wurden 2003 Hobbydorfmeisterschaft, Grenzgang, Kameradschaftsabend, sowie Abteilungsinterne Veranstaltungen wie Grillfeste und Saisonabschlussfeiern, durchgeführt. Der älteste Aktive, bei regelmäßigem Training, ist Gerhard Liebig mit 80 Jahren in der Tischtennisabteilung. Die Neuwahlen 2004 brachten im geschäftsführenden Vorstand eine Änderung: Torsten Eichmann ist jetzt Schatzmeister, Vertreterin ist Elke Martin. Fußball leitet weiterhin Armin Ströhmann, die Tischtennisabteilung Eberhard Becker. In der Abteilung Damenturnen wurde ein Wechsel vollzogen, für die langjährige Leiterin Marlies Weyel hat ab 01.01.2004 Petra Seelhof-Klaas die Nachfolge angetreten. Ansonsten war es ein Jahr mit vielen Veranstaltungen: Kameradschaftsabend, Osterfeuer, Familientag, Hobbydorfmeisterschaft, Wochenturnier, Ferienpassaktion, Grenzgang, sowie am 25.09.04 ein Dorffest mit allen Vereinen. Ein Familientag der SSG findet am 1.Mai 2005 statt.. Der Gemeindepokal wurde erstmals von der SSG ausgerichtet. Hobbydorfmeisterschaft und ein gut angekommener Seniorennachmittag, sowie der Grenzgang zum Jahresabschluss, komplettierte das Vereinjahr. Die TT-Abteilung ist mittlerweile 35 Jahre alt und Eberhard Becker immer noch Abteilungsleiter. Der gesamte Vorstand wurde bei den Neuwahlen 2006 bestätigt. Auch die Leitungen der einzelnen Abteilungen blieben unverändert. Man erwägt eine Photovoltaikanlage auf das Dach des Sportheims zu installieren. Da 2007 das 100-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wird, sind einige Veranstaltungen geplant: Fußballwochenturnier am 23. -29.07.07 (Sieger wurde SG Gusternhain/Roth mit einem 6:2 Endspielsieg über ESV Herborn), außerdem ein Tischtennis- Ehemaligenturnier (14/15.09.07), eine Open-Air-Disco (14.09.07), der Festkommers mit Tanz in der Mehrzweckhalle (15.09.07) und ein Frühschoppen (16.09.07). |